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Vertrieb und KI-Transformation im Holzsystembau verbinden

KU-Straßenschau · Vorarlberg 2025
KU-Straßenschau · Vorarlberg 2025

01 / Ausgangslage

Wachstum im Holzsystembau verlangt mehr als zusätzliche Projekte. Vertrieb, Planung, Produktion, Technikmodule und Baustelle müssen als ein lernendes System zusammenspielen — sonst wächst mit jedem Auftrag vor allem die Reibung.

Der Markt verlangt gleichzeitig zwei Dinge, die einander im klassischen Bauen widersprechen: Wohnraum muss leistbar werden, und er muss schnell entstehen. Beides ist über Preisverhandlungen nicht zu holen. Es entsteht nur, wenn ein Gebäude von der ersten Linie an als industrielles System gedacht wird.

02 / Der Rand

Handwerk und Serie. Bau und Software.

Ein Holzbaubetrieb denkt in Projekten, ein Serienfertiger in Takten. Beide haben recht, und beide Logiken beißen sich an jeder Schnittstelle. Die Aufgabe ist nicht, eine der beiden durchzusetzen, sondern zwischen ihnen zu übersetzen: Toleranz und Takt aus der Serienproduktion treffen auf Holz, Wetter und eine Baustelle, die sich nicht an den Plan hält.

03 / Meine Rolle

Leiter Vertrieb und KI-Transformation mit Verantwortung für Markt, Marketing, Partnerschaften und den praktischen Einsatz von KI. Team: knapp zwanzig Menschen.

04 / Was ich getan habe

  • Vertrieb systematisiert. Aus Einzelanfragen wurde ein nachvollziehbarer Prozess: welche Projekte zu diesem System passen, welche nicht, und woran man das früh erkennt.
  • KI entlang echter Arbeitsabläufe entwickelt, nicht als Pilotprojekt daneben. Der Ansatz: die Werkzeuge dort ansetzen, wo Verschwendung entsteht — doppelte Eingaben, verlorene Informationen, Planungsfehler, die erst auf der Baustelle auffallen.
  • WoodRocks und myblock im Markt positioniert, gegenüber Bauträgern, Stiftungen, Kommunen und Partnern. myblock liefert die vorgefertigten Technikmodule, WoodRocks das Gebäude — die beiden Angebote mussten als eines lesbar werden.
  • Lernen zurück in die Produktion geführt. Nach der Baustelle in Salzburg haben wir mit dem Partnerteam einen kompromisslos ehrlichen Lessons-Learned-Workshop gemacht. Nicht die Frage, wer recht hatte, sondern: Was machen wir beim nächsten Gebäude anders?
  • Die Baustelle geöffnet. In Ulm und Mannheim haben wir gemeinsam mit der Hoffnungsträger Stiftung Tage der offenen Baustelle gemacht — weil das Ergebnis später jeder sieht, den Weg dorthin aber die wenigsten.

05 / Wirkung

  • Zwölf Gebäude in zwölf Monaten realisiert, vom Auftrag bis zur Übergabe
  • Diese Leistung mit einem Team von knapp zwanzig Mitarbeitenden
  • Grundlagen für skalierbare, datenbasierte Prozesse geschaffen
  • Wohnraum für Menschen, die ankommen und bleiben wollen — bezahlbar, schnell, aus Holz

06 / Was davon bleibt

Die größte Verschwendung auf einer Baustelle ist nicht Material. Es ist Erfahrung, die nach Projektende verloren geht. Wer sie nur in Köpfen und Postfächern lagert, fängt bei jedem Gebäude wieder bei null an. Wer sie systematisch zurückspielt, wird mit jedem Projekt besser.

Das ist die eigentliche Arbeit hinter der Zahl zwölf.

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