Pater Martin von der Propstei St. Gerold und der Musiker Robert P. luden Menschen ein, sich im Kreis zu versammeln und gemeinsam zu singen. Kein Konzert, kein Publikum, kein Können-müssen. Nur Stimmen, Atem und die Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen.
Menschen, die sich zuvor nicht kannten, fanden einen gemeinsamen Rhythmus. Rollen, Alter und Herkunft traten für einen Moment in den Hintergrund. Nicht weil Unterschiede verschwanden, sondern weil etwas Gemeinsames hörbar wurde.
Hartmut Rosa beschreibt Resonanz als eine Beziehung, in der wir berührt werden, antworten und nicht unverändert bleiben. Genau das lässt sich nicht herstellen wie ein Produkt. Man kann jedoch Räume öffnen, in denen es möglich wird.
Für Führung und Zusammenarbeit liegt darin eine einfache Erinnerung: Wirkliches Miteinander beginnt nicht beim Senden, sondern beim Hören. Und manchmal braucht es dafür keinen Workshop – sondern einen Kreis, einen ersten Ton und den Mut, die eigene Stimme dazuzugeben.


