CJS Christoph J. Sorg
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Klima

Was die Maya uns hinterlassen haben

Ist der Untergang vieler Hochkulturen auf plötzliche Klimaveränderungen zurückzuführen?

Auf einer Konferenz der American Geophysical Union kamen zahlreiche Erd- und Weltraumwissenschaftler zu diesem Schluss: Nicht politische, wirtschaftliche, militärische oder seuchenbedingte Faktoren haben manche alte Hochkultur beendet, sondern drastische Klimaverschiebungen.

Bleibt die Frage, wie es zu den Dürreperioden kam. Eine Hypothese heißt: Landwirtschaft.

Der NASA-Forscher Benjamin Cook hat simuliert, wie viel Regenwald die Maya in ihrer Blütezeit für den Maisanbau gerodet haben — und welche Folgen dieser Kahlschlag gehabt haben könnte. Regenwald bildet sein eigenes Klima. In den Kronen sammelt sich Wasser, verdunstet in der Sonne und fällt später wieder als Regen.

Versickert das Wasser stattdessen im Boden, weil der Wald weg ist, verdunstet weniger. Es bilden sich weniger Wolken. In den ganzjährig warmen Lebensräumen der Maya konnte diese Kettenreaktion fatal werden.

Eine Hochkultur, die ihren eigenen Regen abbestellt hat, ohne es zu merken.

Aus dieser Frage ist bei der Plattform V das Format Farm V entstanden: regeneratives Wirtschaften nicht als Ideal, sondern als Risikomanagement.

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