CJS Christoph J. Sorg
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Arbeit

Vier Thesen darüber, wie wir arbeiten werden

Für TalentZone haben wir vier Thesen zur Zukunft der Arbeit zusammengetragen. Sie stammen in ihrem Kern vom Zukunftsinstitut, und sie haben sich seither eher bestätigt als überholt.

Die Sinnfrage rückt in die Mitte. Wenn Maschinen einen großen Teil der monotonen und wiederholenden Arbeit übernehmen, bleiben die urmenschlichen Fähigkeiten übrig: Kreativität und Empathie. Was Arbeit bedeutet, entscheidet sich dann daran, welche Aufgabe man löst.

Dreißig Stunden werden das neue Vollzeit. Skandinavien lebt es vor: Arbeitszeit ist kein durchgehender Wochenblock, sondern ein Kontingent, das sich an Lebensphasen anpasst. Weniger Stunden bedeuten oft mehr Produktivität und weniger Krankenstände.

Ortsunabhängiges Arbeiten macht das Büro attraktiv. Konzentrierte Arbeit passiert zunehmend anderswo. Das Büro wird dadurch nicht überflüssig, sondern wechselt die Rolle — vom Arbeitsplatz zum Ort für gemeinsame Entwicklung, echte Begegnung und gelebte Kultur.

Verschmelzung statt Balance. Die Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit war immer konfliktbeladen, weil eines davon zwangsläufig zu kurz kommt. Wenn die Grenze durchlässiger wird, lassen sich persönliche Bedürfnisse im Tagesverlauf besser unterbringen.

Vier Jahre später lese ich das und stelle fest: Die Thesen waren nicht mutig genug.

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