Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einem guten Freund aus China. Er erzählte mir etwas, das mich wirklich nachdenklich gemacht hat.
In China finden derzeit rund neunzig Prozent der Hochschulabsolventen keinen passenden Job nach dem Studium. Viele schlagen sich durch — als Essenslieferanten oder als Creator auf TikTok. Hochqualifiziert, akademisch ausgebildet, und dennoch ohne Perspektive im klassischen Arbeitsmarkt.
Das ist kein Randphänomen. Das ist ein strukturelles Signal.
China war lange das Symbol für Wachstum. Jetzt zeigt sich dort zuerst, was passiert, wenn Ausbildung und Arbeitsmarkt auseinanderlaufen — und wenn Automatisierung schneller ist als die Anpassung der Systeme, die Menschen darauf vorbereiten sollen.
Wir sollten genau hinschauen. Nicht aus Angst. Sondern weil die Kurve, die dort schon sichtbar ist, bei uns gerade erst beginnt.


