# Innovation in einer Bauholding aufbauen

> Zwischen Konzern und Gründung — Joint Ventures und Corporate Startups als Weg, in einer Bauholding Neues wirklich zu bauen statt nur zu beschließen.

- Fallstudie von: Christoph J. Sorg
- Quelle: https://sorg.at/projekte/rhomberg-innovation/

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## Ausgangslage

Eine Bauholding verdient ihr Geld mit Projekten, die funktionieren müssen. Termine, Gewährleistung, Marge: Das System ist darauf gebaut, Abweichung zu vermeiden. Genau deshalb hat Neues dort keinen natürlichen Platz. Es gilt als Risiko, bevor es eine Chance sein darf.

## Der Rand

Der Rand lag zwischen zwei Logiken. Die Holding denkt in Auslastung und Sicherheit, eine Gründung in Hypothesen und Tempo. In der Mitte der Holding wäre jede Idee zum Projekt geworden und nach Projektregeln beurteilt worden. Ganz draußen hätte ihr gefehlt, was nur ein Bauunternehmen hat: Baustellen, Kunden, Erfahrung.

## Meine Rolle

Als Innovationsleiter der Rhomberg Holding habe ich diesen Zwischenraum eingerichtet und verantwortet.

## Was ich getan habe

- Themen aufgegriffen, für die es im Tagesgeschäft keine Zuständigkeit gab
- Joint Ventures mit Partnern aufgesetzt, wo keiner allein weitergekommen wäre
- Corporate Startups auf den Weg gebracht — nah genug an der Holding, um von ihr zu lernen, weit genug weg, um anders arbeiten zu dürfen

## Was davon bleibt

Innovation in einem etablierten Unternehmen ist keine Frage der Ideen. Sie ist eine Frage des Ortes: Wo darf etwas entstehen, das noch nicht rechnet? Diese Frage hat mich danach zur Plattform V geführt und begleitet mich bis heute im Holzsystembau.

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Christoph J. Sorg ist gelernter Forstwirt und studierter Mechatroniker. Er lebt im Bregenzerwald in Vorarlberg und baut seit rund zwanzig Jahren Systeme an der Schnittstelle von Industrie, Bauen und Technologie: erst Antriebe und Onboard-Charging in der Elektromobilität, dann Innovation und Joint Ventures in einer Bauholding, dann eine branchenübergreifende Innovationsplattform für die Vorarlberger Industrie, dann regenerative Wertschöpfung. Heute verantwortet er Vertrieb und KI-Transformation bei WoodRocks und myblock im industriellen Holzsystembau. Am liebsten arbeitet er an Systemrändern: dort, wo zwei Bereiche aneinanderstoßen und etwas entsteht, das in keinem von beiden möglich war.
