# Die gute Nachricht kommt in den Nachrichten nicht vor

> Krisen, Kriege, Zerstörung — und die Zahl, die trotzdem Mut macht.

- Autor: Christoph J. Sorg
- Veröffentlicht: 2023-01-18
- Rubrik: Haltung
- Schlagworte: Haltung, Wandel, Wirtschaft
- Quelle: https://sorg.at/magazin/die-gute-nachricht-fehlt/
- LinkedIn-Original: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:share:7021427156157087745

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Krisen, Kriege, Umweltzerstörung. Der Welt geht es so schlecht wie nie, und morgen wird alles schlimmer. Dieser Eindruck stellt sich zwangsläufig ein, wenn man sich in den Medien über den Zustand der Welt informiert.

Positive Nachrichten? Fehlanzeige.

Dabei können wir nicht länger auf „die anderen" oder „das System" zeigen und Veränderung einfordern. Wir sind auf uns selbst zurückgeworfen: auf das eigene Handeln, die eigene Haltung, das eigene Bewusstsein.

Wir haben es in der Hand, eine andere Wirtschaft zu gestalten. Was es braucht, sind Menschen und Unternehmen, die vorangehen und zeigen, dass es geht. Eine Wirtschaft, die menschliche Entwicklung ermöglicht, ohne sie auf dem Rücken der Ökosysteme auszutragen.

Und hier ist die gute Nachricht, die selten jemand erzählt: Der Wandel hat längst begonnen. Er ist jung, er verläuft nicht linear, und er ist deshalb schwer zu sehen.

Drei bis fünf Prozent einer Bevölkerung genügen, um einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel in Gang zu setzen.

Drei Prozent. Das ist keine Mehrheit. Das ist eine Entscheidung.

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Christoph J. Sorg ist gelernter Forstwirt und studierter Mechatroniker. Er lebt im Bregenzerwald in Vorarlberg und baut seit rund zwanzig Jahren Systeme an der Schnittstelle von Industrie, Bauen und Technologie: erst Antriebe und Onboard-Charging in der Elektromobilität, dann Innovation und Joint Ventures in einer Bauholding, dann eine branchenübergreifende Innovationsplattform für die Vorarlberger Industrie, dann regenerative Wertschöpfung. Heute verantwortet er Vertrieb und KI-Transformation bei WoodRocks und myblock im industriellen Holzsystembau. Am liebsten arbeitet er an Systemrändern: dort, wo zwei Bereiche aneinanderstoßen und etwas entsteht, das in keinem von beiden möglich war.
